Wie ein Betrieb „geschlossen“ wird
Hinter der Markierung steckt nicht unbedingt böse Absicht. Google-Nutzer können vorschlagen, dass ein Betrieb geschlossen ist, und Google übernimmt solche Vorschläge manchmal. Ein Kunde, der vor verschlossener Werkstatt stand, weil alle auf Baustellen waren, meldet das womöglich in bester Absicht. Diese Ursachen begegnen uns in der Praxis:
- Ein Vorschlag von Nutzern, etwa nach einem vergeblichen Besuch
- Ein Umzug, bei dem der alte Standort als geschlossen gemeldet wurde
- Ein versehentlicher Klick im eigenen Profil, zum Beispiel durch einen Mitarbeiter mit Zugriff
- Ein doppelter Eintrag, den jemand als geschlossen markiert hat
- In seltenen Fällen gezielte Falschmeldungen durch Dritte
Sofort handeln: in dieser Reihenfolge
Je schneller Sie reagieren, desto weniger Anfragen gehen verloren. Gehen Sie so vor:
- Mit einem Konto anmelden, das Zugriff auf das Profil hat, und prüfen, welcher Eintrag betroffen ist
- Im Profil bei den Angaben zu Öffnungszeiten und Status den Betrieb wieder als geöffnet kennzeichnen
- Öffnungszeiten, Adresse und Telefonnummer auf weitere unerwünschte Änderungen prüfen
- Unter „Personen und Zugriff“ nachsehen, wer das Profil bearbeiten kann
- Einen kurzen Beitrag veröffentlichen, der zeigt, dass der Betrieb aktiv ist
Geduld nach der Korrektur
Die Korrektur wird oft nicht sofort sichtbar, weil Google auch sie prüft. Ändern Sie in dieser Zeit nicht mehrfach hin und her. Weisen Sie Anrufer, die nach der Schließung fragen, freundlich darauf hin, dass es sich um einen Fehler handelt. Manche Betriebe setzen in dieser Phase zusätzlich einen Hinweis auf die Startseite ihrer Website.
Wenn Sie keinen Zugriff haben oder nichts passiert
Haben Sie das Profil nie verwaltet, können Sie zunächst in Google Maps über „Änderung vorschlagen“ angeben, dass der Betrieb geöffnet ist. Das ist allerdings nur ein Vorschlag, über den Google selbst entscheidet. Deutlich wirksamer ist es, Zugriff auf das Profil zu erhalten und die Änderung dort vorzunehmen. Wie Sie Zugriff beantragen, wenn ein anderer das Profil eingerichtet hat, erklärt unser Artikel zur Betriebsübernahme.
Bleibt die Markierung trotz Korrektur bestehen oder kehrt sie zurück, wenden Sie sich über die Hilfeseiten zum Unternehmensprofil an den Google-Support. Beschreiben Sie, dass der Betrieb durchgehend tätig ist, und halten Sie Belege bereit, etwa aktuelle Rechnungen, die Gewerbeanmeldung oder Fotos vom Firmenschild.
„Vorübergehend geschlossen“ bewusst einsetzen
Das Profil kennt neben „dauerhaft geschlossen“ auch „vorübergehend geschlossen“. Diese Einstellung ist für längere Unterbrechungen gedacht, etwa beim Umbau der Werkstatt oder bei längerer Krankheit des Inhabers eines Einmannbetriebs. Für den Betriebsurlaub über Weihnachten ist sie nicht nötig, dafür genügen Sonderöffnungszeiten. Stellen Sie den Status nach der Pause unbedingt zurück, das wird gern vergessen.
Geben Sie den Betrieb tatsächlich auf, ist „dauerhaft geschlossen“ die ehrliche Angabe. Das Löschen des Profils ist dann meist nicht die bessere Wahl, weil der Eintrag in Google Maps trotzdem weiterbestehen kann, nur ohne dass jemand ihn betreut.
Vorbeugen
Ein gut gepflegtes Profil wird seltener irrtümlich geschlossen. Tragen Sie Öffnungszeiten ein, die zur Wirklichkeit passen, damit niemand vor verschlossener Tür steht. Aktivieren Sie die Benachrichtigungen per E-Mail, damit Sie von Änderungen erfahren. Und schauen Sie regelmäßig selbst in Ihr Profil, am besten so, wie Kunden es sehen: in Google Maps auf dem Handy.
Ein weiterer Schutz ist ein überschaubarer Kreis an Personen mit Zugriff. Wer nur gelegentlich Fotos hochlädt, braucht keine Rolle, mit der er den Status des Betriebs verändern kann. Prüfen Sie die Rollen einmal im Jahr und entfernen Sie Personen, die den Betrieb verlassen haben.
Weitere Praxistipps
Häufige Fragen
Verliere ich Bewertungen, wenn das Profil als geschlossen markiert war?
In der Regel nicht. Die Markierung ändert den Status, nicht den Inhalt. Nach der Korrektur sind Bewertungen, Fotos und Beiträge normalerweise wieder wie zuvor zu sehen.
Kann ich herausfinden, wer die Schließung vorgeschlagen hat?
Nein, Google nennt keine Namen. Wichtiger als die Suche nach dem Verursacher ist die schnelle Korrektur. Häufen sich solche Fälle, dokumentieren Sie sie und wenden Sie sich an den Google-Support.
Wie schnell ist die Korrektur sichtbar?
Das ist unterschiedlich. Manchmal nach wenigen Stunden, manchmal erst nach einigen Tagen, wenn Google die Änderung prüft. Einen verbindlichen Zeitraum gibt es nicht.