Was Google mit dem Video prüfen will
Die Aufnahme soll drei Dinge belegen: den Standort, den Betrieb selbst und dass Sie Zugang zu Dingen haben, die nur ein Verantwortlicher hat. Welche Methode zur Bestätigung angeboten wird, entscheidet Google. Ob Sie ein Video aufnehmen, einen Anruf erhalten oder eine andere Methode wählen können, sehen Sie im Profil beim Hinweis zur Verifizierung.
Das Video wird nicht öffentlich gezeigt, es dient nur der Prüfung. Trotzdem gilt: Personen, die zufällig ins Bild laufen, und Unterlagen mit Kundendaten gehören nicht hinein.
Das kleine Drehbuch
Legen Sie vorher fest, was in welcher Reihenfolge zu sehen ist. Die folgende Reihenfolge hat sich in der Praxis bewährt. Maßgeblich sind aber die Hinweise, die Google Ihnen beim Start der Aufnahme anzeigt.
- Außen beginnen: Straßenschild, Hausnummer oder ein markantes Gebäude in der Nähe
- Zum Betrieb schwenken: Firmenschild, Tor zur Werkstatt oder beschriftetes Fahrzeug
- Zugang zeigen: Tür oder Rolltor aufschließen, das Fahrzeug mit dem eigenen Schlüssel öffnen
- Arbeitsmittel zeigen: Werkzeug, Maschinen, Material im Lager
- Einen Beleg zeigen: etwa einen Briefbogen oder eine Rechnung mit Firmennamen, persönliche Daten dabei abdecken
Worauf es bei der Aufnahme ankommt
Das Wichtigste ist eine durchgehende Aufnahme ohne Schnitt. Wer zwischendurch stoppt und neu startet, riskiert eine Ablehnung. Gehen Sie ruhig, sprechen müssen Sie nicht. Filmen Sie bei Tageslicht und halten Sie das Handy so, dass Schilder lesbar sind. Die Aufnahme muss nicht lang sein. Entscheidend ist, dass der Zusammenhang erkennbar bleibt: Straße, Gebäude und Betrieb gehören sichtbar zusammen.
Laden Sie das Video über eine stabile Verbindung hoch. Auf der Baustelle mit schwachem Netz bricht der Upload gern ab, und dann beginnt alles von vorn. Viele Betriebe nehmen das Video deshalb morgens vor Arbeitsbeginn am Betriebssitz auf und laden es gleich dort im WLAN hoch.
Ohne Ladenlokal: was Handwerker zeigen können
Ein Dachdecker, der vom Wohnhaus aus arbeitet, hat kein Schaufenster. Das ist für die Verifizierung kein Hindernis. Zeigen Sie die Straße und das Haus, dann das beschriftete Fahrzeug in der Einfahrt. Öffnen Sie es und zeigen Sie Leitern, Werkzeug und Material. Ein Blick in das Büro oder den Lagerraum mit Firmenunterlagen rundet das ab. Das private Wohnzimmer muss nicht ins Bild.
Ist das Fahrzeug nicht beschriftet, wird es schwieriger. Dann helfen Arbeitskleidung mit Logo, ein Firmenschild am Briefkasten oder Geschäftspapiere, die den Namen im Profil tragen.
Abgelehnt: so geht es weiter
Lehnt Google das Video ab, bekommen Sie meist eine kurze Nachricht, oft ohne genauen Grund. Schauen Sie sich die eigene Aufnahme noch einmal kritisch an. Häufig liegt der Fehler an einer dieser Stellen:
- Das Straßenschild oder die Hausnummer war nicht lesbar
- Die Aufnahme enthielt einen Schnitt oder eine Unterbrechung
- Der Firmenname im Video passte nicht zum Namen im Profil
- Es war nicht erkennbar, dass Sie Zugang zu Betrieb oder Fahrzeug haben
Ein zweiter Versuch mit Plan
Warten Sie, bis Google einen neuen Versuch anbietet, und drehen Sie dann mit verbesserter Vorbereitung. Ändern Sie in der Zwischenzeit möglichst nichts an Name, Adresse oder Kategorie, denn das kann die Prüfung zusätzlich erschweren. Bietet Google gar keine weitere Methode an, führt der Weg über die Hilfeseiten zum Unternehmensprofil und den Support.
Weitere Praxistipps
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Prüfung des Videos?
Google nennt dafür derzeit (Stand: September 2026) meist einige Werktage. In Einzelfällen dauert es länger. Bearbeiten Sie das Profil in dieser Zeit möglichst nicht.
Darf ein Mitarbeiter das Video aufnehmen?
Ja, die Aufnahme kann auch ein Mitarbeiter machen, wenn er Zugang zum Betrieb und zu den gezeigten Dingen hat. Hochgeladen wird sie über ein Konto, das Zugriff auf das Profil hat.
Muss ich mich selbst im Video zeigen?
In der Regel nicht. Es geht um Standort, Betrieb und Zugang, nicht um Personen. Maßgeblich sind die Hinweise, die Google beim Start der Aufnahme anzeigt.