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Zweigstellen und mehrere Standorte im Google-Profil

Ein Betrieb wächst, eine zweite Niederlassung kommt dazu, vielleicht übernimmt man einen Kollegen im Nachbarkreis. Schnell stellt sich die Frage, ob dafür ein weiteres Google-Profil angelegt werden darf. Die Antwort hängt weniger vom Wunsch nach Sichtbarkeit ab als davon, was am zweiten Ort tatsächlich stattfindet.

Wann ein Standort ein eigenes Profil bekommt

Nach den Richtlinien von Google braucht ein eigener Eintrag einen echten Standort: eigene Räume, an denen der Betrieb während der angegebenen Zeiten erreichbar ist, in der Regel mit Personal vor Ort und erkennbarer Beschilderung. Ein Elektrobetrieb mit Sitz in Krefeld und einer besetzten Niederlassung mit Büro und Lager in Duisburg erfüllt das.

Ein eigenes Profil ist dagegen nicht vorgesehen für Orte, an denen Sie nur arbeiten, aber nicht ansässig sind. Dazu gehören:

  • Orte im Einzugsgebiet, in denen Sie viele Aufträge haben
  • Ein unbesetztes Materiallager oder ein Container auf dem Bauhof
  • Die Wohnung eines Mitarbeiters, der von dort aus losfährt
  • Ein angemietetes Postfach oder virtuelles Büro in der Nachbarstadt

Das Risiko falscher Standorte

Wer für solche Orte Profile anlegt, riskiert, dass Google sie entfernt und im ungünstigen Fall auch das Profil des Hauptsitzes einschränkt. Außerdem ärgern sich Kunden, die vor einer vermeintlichen Filiale stehen, in der niemand ist. Für Orte, in denen Sie nur arbeiten, ist das Einzugsgebiet der richtige Platz.

Was eine Zweigstelle im Profil braucht

Eine echte Zweigstelle wird wie ein eigener Betrieb behandelt. Sie braucht deshalb eigene, vollständige Angaben:

  • Eine eigene, vollständige Adresse
  • Möglichst eine eigene Telefonnummer, die dort auch abgenommen wird
  • Eigene Öffnungszeiten, wenn sie vom Hauptsitz abweichen
  • Eigene Fotos von Gebäude, Team und Fahrzeugen vor Ort
  • Einen Website-Link auf die Seite dieses Standorts, falls es eine gibt

Wie Zweigstellen heißen sollten

Der Name bleibt der des Betriebs. Ein Zusatz zur Unterscheidung ist nur sinnvoll, wenn Sie ihn auch in der Wirklichkeit verwenden, etwa „Haustechnik Rheinbogen Niederlassung Duisburg“ auf dem Schild. Hängen Sie keine Leistungen oder Werbebegriffe an. Die Kategorien können sich zwischen den Standorten unterscheiden, wenn die Zweigstelle einen anderen Schwerpunkt hat, etwa nur Kundendienst statt Neubau.

Auch die Verifizierung läuft für die Zweigstelle gesondert. Rechnen Sie damit, dass Google für diesen Standort eigene Nachweise sehen möchte.

Mehrere Standorte gemeinsam verwalten

Google bietet an, mehrere Profile in einer sogenannten Unternehmensgruppe zusammenzufassen. So behalten Sie alle Standorte in einer Übersicht und können Personen gezielt für einzelne Standorte oder für die ganze Gruppe freigeben. Die Niederlassungsleitung in Duisburg kann dann zum Beispiel die Bewertungen ihres Standorts beantworten, ohne im Profil des Hauptsitzes etwas zu verändern.

Für Betriebe mit vielen Standorten gibt es derzeit (Stand: September 2026) außerdem ein Verfahren zur gemeinsamen Verifizierung. Für die meisten Handwerksbetriebe mit zwei oder drei Standorten spielt das keine Rolle.

Bewertungen und Inhalte getrennt halten

Bewertungen gehören zu dem Standort, bei dem der Kunde sie abgibt. Bitten Sie Kunden deshalb um eine Bewertung für den Standort, der den Auftrag ausgeführt hat. Gleiches gilt für Fotos und Beiträge: Ein Bad aus Duisburg gehört ins Duisburger Profil. Einheitlich sein sollten dagegen Firmierung, Logo und die grundsätzliche Beschreibung, damit Kunden erkennen, dass es sich um denselben Betrieb handelt.

Typische Stolperfallen

Aus der Praxis kennen wir einige Fehler, die sich leicht vermeiden lassen:

  • Beide Standorte nennen dieselbe zentrale Telefonnummer, was Kunden und Google die Unterscheidung erschwert
  • Die Öffnungszeiten der Zweigstelle werden vom Hauptsitz kopiert, obwohl dort nur vormittags jemand ist
  • Fotos aus dem Hauptsitz werden im Profil der Zweigstelle gezeigt
  • Nach einem Wechsel der Niederlassungsleitung hat die frühere Leitung weiterhin Zugriff

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Häufige Fragen

Darf ich für die Städte, in denen ich arbeite, eigene Profile anlegen?

Nein. Ein eigenes Profil setzt einen echten, besetzten Standort voraus. Die Orte, in denen Sie arbeiten, tragen Sie im Einzugsgebiet ein.

Kann ich Bewertungen zwischen Standorten teilen?

Nein. Bewertungen bleiben bei dem Profil, in dem sie geschrieben wurden. Auf Ihrer Website können Sie beide Standorte verlinken, damit Interessenten alle Bewertungen finden.

Was passiert, wenn eine Zweigstelle schließt?

Dann markieren Sie diesen Standort als dauerhaft geschlossen. Das Profil des Hauptsitzes bleibt davon unberührt. Weisen Sie in einem Beitrag auf den Standort hin, der die Kunden künftig betreut.

Fragen zu Ihrem Google-Profil?

Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns. Wir antworten persönlich und sagen Ihnen offen, was für Ihren Betrieb sinnvoll ist.