Sperrung ist nicht gleich Sperrung
Google unterscheidet verschiedene Einschränkungen. Manchmal ist das Profil noch sichtbar, lässt sich aber nicht mehr bearbeiten. In anderen Fällen wird es in der Suche und in Google Maps gar nicht mehr angezeigt. Welche Einschränkung vorliegt, sehen Sie in der Regel beim Aufrufen Ihres Profils oder in einer Nachricht von Google.
Davon zu unterscheiden ist ein Profil, das noch nicht verifiziert ist. Es ist nicht gesperrt. Google hat lediglich noch nicht bestätigt, dass es den Betrieb gibt und dass Sie ihn vertreten dürfen.
Häufige Ursachen
Google nennt nicht immer einen genauen Grund. Bestimmte Punkte führen aber erfahrungsgemäß häufiger zu Problemen:
- ein Firmenname mit angehängten Suchbegriffen, etwa „Dachtechnik Rhein Notdienst günstig Düsseldorf“ statt des echten Namens
- eine Adresse, an der der Betrieb keine eigenen Räume hat, zum Beispiel ein reiner Briefkasten oder ein virtuelles Büro
- eine sichtbare Adresse, obwohl der Betrieb nur beim Kunden arbeitet
- mehrere Profile für denselben Betrieb
- viele Änderungen an Name, Adresse oder Kategorie in kurzer Zeit
- auffällige Bewertungen, etwa sehr viele neue Bewertungen innerhalb weniger Tage
Erst prüfen, dann handeln
Bevor Sie etwas unternehmen, gehen Sie Ihr Profil in Ruhe durch und vergleichen es mit den Richtlinien von Google für Unternehmensprofile. Stimmt der Name genau mit dem überein, den Sie auch auf Firmenschild, Fahrzeug und Rechnungen verwenden? Ist die Adresse korrekt oder als Einzugsgebiet eingestellt? Gibt es ein zweites Profil für Ihren Betrieb?
Korrigieren Sie, was nicht stimmt, sofern sich das Profil noch bearbeiten lässt. Legen Sie auf keinen Fall ein neues Profil an, um die Sperrung zu umgehen. Das macht die Lage in aller Regel schlimmer.
Einspruch über Google
Wenn Sie überzeugt sind, dass Ihr Profil den Richtlinien entspricht, können Sie bei Google Einspruch einlegen. Das geht über den Verwaltungsbereich Ihres Profils oder über die Hilfeseiten von Google zum Unternehmensprofil. Den passenden Weg zeigt Google in der Regel direkt beim eingeschränkten Profil an.
Für den Einspruch verlangt Google meist Nachweise, dass Ihr Betrieb unter dem angegebenen Namen und an der angegebenen Adresse existiert. Bereiten Sie deshalb passende Unterlagen vor, zum Beispiel:
- Gewerbeanmeldung oder Handelsregisterauszug
- Eintragung in die Handwerksrolle, falls vorhanden
- eine aktuelle Rechnung eines Strom- oder Telefonanbieters auf den Betrieb
- Fotos von Firmenschild, Eingang und beschriftetem Fahrzeug
Verifizierung per Video und andere Nachweise
In manchen Fällen verlangt Google eine erneute Verifizierung, zum Beispiel per Video. Dabei zeigen Sie in einer durchgehenden Aufnahme etwa den Standort, das Firmenschild, das Fahrzeug, Werkzeug oder Unterlagen, die belegen, dass Sie den Betrieb führen. Welche Methode angeboten wird, legt Google fest.
Halten Sie sich genau an die Anweisungen, die Google dazu anzeigt. Eine unvollständige Aufnahme führt oft zu einer Ablehnung und damit zu weiterer Wartezeit.
Nach dem Einspruch
Google prüft den Einspruch und teilt das Ergebnis per E-Mail mit. Wie lange das dauert, ist unterschiedlich und lässt sich von außen nicht beschleunigen. Reichen Sie in der Zwischenzeit nicht mehrfach denselben Einspruch ein.
Wird der Einspruch abgelehnt, lesen Sie die Begründung genau. Oft fehlt nur ein bestimmter Nachweis. Aufheben kann eine Sperrung allein Google. Wer Ihnen gegen Bezahlung eine sichere Freischaltung verspricht, verspricht mehr, als er halten kann.
Vorbeugen ist einfacher
Die meisten Sperrungen lassen sich vermeiden: echter Firmenname ohne Zusätze, korrekte Adresse oder Einzugsgebiet, nur ein Profil pro Betrieb, keine gekauften Bewertungen und Änderungen mit Bedacht. Wer sein Profil regelmäßig prüft, bemerkt Probleme früh.
Wenn ein Dienstleister Ihr Profil verwaltet, sollte er diese Regeln kennen und einhalten. Seine Rolle im Profil und das Entfernen seines Zugriffs nach Vertragsende sollten klar geregelt sein.
Weitere Praxistipps
Häufige Fragen
Warum wurde mein Google-Profil gesperrt?
Google nennt nicht immer einen genauen Grund. Häufige Ursachen sind ein Firmenname mit Zusätzen, eine unpassende Adresse, doppelte Profile oder viele Änderungen in kurzer Zeit. Prüfen Sie Ihr Profil anhand der Richtlinien von Google.
Wie lege ich Einspruch gegen eine Sperrung ein?
Über den Verwaltungsbereich Ihres Profils oder die Hilfeseiten von Google zum Unternehmensprofil. Halten Sie Nachweise bereit, etwa Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug und Fotos von Firmenschild und Fahrzeug.
Soll ich einfach ein neues Profil anlegen?
Nein. Ein neues Profil zur Umgehung einer Sperrung verstößt gegen die Richtlinien von Google und macht die Lage in der Regel schlimmer.