Was das Google-Unternehmensprofil ist
Das Google-Unternehmensprofil hieß früher „Google My Business“. Es ist der kostenlose Eintrag Ihres Betriebs in der Google-Suche und in Google Maps. Kunden sehen dort Namen, Adresse oder Einzugsgebiet, Telefonnummer, Öffnungszeiten, Fotos, Bewertungen und eine Beschreibung.
Für Handwerker ist das Profil oft der erste Kontakt. Viele Kunden rufen direkt aus dem Profil heraus an, ohne je die Website zu öffnen. Umso wichtiger ist, dass jede Angabe stimmt.
Die richtige Hauptkategorie
Die Hauptkategorie sagt Google, was Ihr Betrieb im Kern ist. Ein Betrieb für Sanitär und Heizung wählt eine passende Fachkategorie statt einer allgemeinen wie „Bauunternehmen“. Weitere Kategorien ergänzen Sie nur, wenn Sie diese Arbeiten tatsächlich anbieten.
Ein häufiger Fehler sind zu viele Kategorien, damit man überall dabei ist. Das verwässert das Profil und zieht Anfragen an, die Sie gar nicht bedienen.
Adresse oder Einzugsgebiet
Handwerker kommen meist zum Kunden. Google unterscheidet deshalb zwischen Betrieben, die Kunden in eigenen Räumen empfangen, und Betrieben, die vor Ort beim Kunden arbeiten. Empfangen Sie keine Kunden in Ihren Räumen, blenden Sie die Adresse aus und geben stattdessen ein Einzugsgebiet an.
Geben Sie das Einzugsgebiet realistisch an, also die Orte und Stadtteile, in die Sie wirklich fahren. Ein Malerbetrieb aus Ratingen, der regelmäßig in Düsseldorf und Mettmann arbeitet, nennt genau diese Orte.
Öffnungszeiten und Erreichbarkeit
Nichts ärgert Kunden mehr als eine Nummer, unter der niemand abnimmt, obwohl das Profil „Geöffnet“ anzeigt. Tragen Sie die Zeiten ein, zu denen Sie wirklich erreichbar sind. Für Feiertage und Betriebsurlaub gibt es besondere Öffnungszeiten.
Bieten Sie einen Notdienst an, schreiben Sie das in die Beschreibung und geben Sie die Zeiten ehrlich an. Ein Profil, das rund um die Uhr geöffnet zeigt, obwohl nur tagsüber jemand erreichbar ist, führt zu enttäuschten Anrufern und schlechten Bewertungen.
Leistungen und Beschreibung
Im Profil können Sie einzelne Leistungen anlegen, etwa „Flachdachsanierung“, „Dachfenster einbauen“ oder „Dachrinnenreinigung“. Je genauer diese Liste ist, desto schneller erkennt ein Kunde, ob er bei Ihnen richtig ist.
In der Beschreibung erklären Sie in wenigen Sätzen, was Sie machen, für wen und in welcher Gegend. Schreiben Sie so, wie Sie es einem Kunden am Telefon erklären würden. Aneinandergereihte Suchbegriffe wirken unseriös und widersprechen den Richtlinien von Google. Links und Werbesprüche gehören nicht hinein.
Fotos, die Vertrauen schaffen
Eigene Fotos sind die beste Wahl, weil sie Ihre echte Arbeit zeigen: das beschriftete Firmenfahrzeug, ein fertig gefliestes Bad, eine frisch gestrichene Fassade im Vergleich zu vorher. Handyfotos reichen, solange sie scharf und hell sind.
Laden Sie nach und nach neue Bilder hoch, statt einmal alles auf einmal. Achten Sie darauf, dass auf Fotos von Kundenobjekten keine Hausnummern, Kennzeichen oder Personen ohne deren Einverständnis zu erkennen sind.
Beiträge und regelmäßige Kontrolle
Über Beiträge zeigen Sie Neuigkeiten oder abgeschlossene Arbeiten. Ein kurzer Text mit Foto genügt. „Neue Dachentwässerung in Kaarst fertiggestellt“ sagt mehr als allgemeine Werbung.
Prüfen Sie Ihr Profil regelmäßig. Google übernimmt manchmal Änderungsvorschläge von Nutzern, und plötzlich stimmt die Telefonnummer oder die Öffnungszeit nicht mehr. Wer das Profil verwaltet, sieht solche Änderungen und kann sie korrigieren.
Was ein gutes Profil leisten kann und was nicht
Ein vollständiges, gepflegtes Profil macht es Kunden leichter, sich für Sie zu entscheiden. An welcher Stelle Google Ihren Betrieb anzeigt, entscheidet Google allerdings selbst, unter anderem abhängig davon, wo sich der Suchende gerade befindet. Seien Sie vorsichtig bei Angeboten, die eine bestimmte Platzierung garantieren.
Fehlt Ihnen die Zeit für die Pflege, können Sie diese Aufgabe abgeben. Klären Sie dann vorab, welche Rolle der Dienstleister in Ihrem Profil erhält und wie sein Zugriff nach Vertragsende entfernt wird. Ihr Passwort sollten Sie dafür nicht herausgeben müssen.
Weitere Praxistipps
Häufige Fragen
Kostet das Google-Unternehmensprofil etwas?
Nein, der Eintrag selbst ist bei Google kostenlos. Kosten entstehen nur, wenn Sie einen Dienstleister mit Einrichtung und Pflege beauftragen.
Muss ich meine Adresse im Profil anzeigen?
Nicht, wenn Sie keine Kunden in eigenen Räumen empfangen. Dann können Sie die Adresse ausblenden und stattdessen ein Einzugsgebiet angeben.
Wie oft sollte ich mein Profil prüfen?
Am besten regelmäßig, zum Beispiel einmal im Monat, und immer dann, wenn sich bei Ihnen etwas ändert. So fallen falsche Angaben oder Änderungen durch Dritte schnell auf.