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Betriebsübernahme: So geht das Google-Profil mit

Wer einen Handwerksbetrieb übernimmt, übernimmt Kunden, Fahrzeuge, oft auch Mitarbeiter und einen guten Namen. Das Google-Profil wird bei der Übergabe dagegen gern vergessen. Spätestens wenn die alte Handynummer des Vorgängers im Profil steht und Anfragen ins Leere laufen, wird es dringend.

Bei der Übergabe gleich mitregeln

Am einfachsten ist es, das Profil in die Übergabeliste aufzunehmen, zusammen mit Website, Domain, Telefonnummer und E-Mail-Adressen. Klären Sie mit dem Vorgänger diese Punkte:

  • Mit welchem Google-Konto wurde das Profil bisher verwaltet?
  • Wer ist unter „Personen und Zugriff“ noch eingetragen, etwa eine frühere Bürokraft oder ein Dienstleister?
  • Gibt es weitere Einträge, zum Beispiel für ein altes Lager oder einen früheren Namen?
  • Welche Website, Telefonnummer und E-Mail-Adresse stehen im Profil?
  • Hängen andere Dienste an demselben Google-Konto, die der Vorgänger behalten möchte?

Den Zugriff sauber übertragen

Mit dem Vorgänger an einem Tisch geht es schnell. Er lädt Ihr Google-Konto unter „Personen und Zugriff“ ein. Nachdem Sie die Einladung angenommen haben, kann er Ihnen die Rolle übertragen, die Google als Hauptinhaber bezeichnet. Je nach Fall setzt Google dafür eine Wartezeit an. Danach kann der Vorgänger sich selbst aus dem Profil entfernen.

Verwenden Sie für den Betrieb ein eigenes Google-Konto, idealerweise mit einer Firmenadresse, auf die mehr als eine Person im Betrieb zugreifen kann. Übernehmen Sie nicht einfach das private Konto des Vorgängers samt Passwort. Das ist unsicher und bringt Sie in Schwierigkeiten, sobald er es ändert oder löscht.

Wenn der Vorgänger nicht erreichbar ist

Nicht alle Übergaben verlaufen reibungslos. Manchmal lebt der Vorgänger inzwischen im Ausland, ist erkrankt oder schlicht nicht mehr ansprechbar. Dann können Sie bei Google Zugriff beantragen. Suchen Sie das Profil, wählen Sie die Möglichkeit, Zugriff anzufordern, und folgen Sie den Schritten.

Google benachrichtigt die bisher eingetragenen Personen. Reagiert niemand innerhalb der von Google genannten Frist, bietet Google in vielen Fällen an, dass Sie den Betrieb selbst bestätigen. Halten Sie Nachweise bereit, etwa den Übernahmevertrag, die neue Gewerbeanmeldung und Fotos vom Betrieb.

Rechnen Sie damit, dass das einige Tage dauern kann. Machen Sie in der Zwischenzeit Ihre eigene Website und Telefonnummer zur verlässlichen Anlaufstelle, damit Kunden Sie auch dann erreichen, wenn im Profil noch veraltete Angaben stehen.

Angaben auf den neuen Stand bringen

Sobald Sie Zugriff haben, gehen Sie das Profil Feld für Feld durch. Bleibt der Name gleich, ändern Sie ihn nicht. Hat sich die Firmierung geändert, etwa von einem Einzelunternehmen zu einer GmbH, passen Sie den Namen so an, wie er künftig auf Schild und Rechnung steht. Ändern Sie Name, Adresse und Kategorie möglichst nicht alle am selben Tag, sonst stößt Google womöglich eine umfangreiche Prüfung an.

Prüfen Sie außerdem Telefonnummer, Website-Link, Öffnungszeiten und Leistungen. Hat der Vorgänger Arbeiten angeboten, die Sie nicht fortführen, etwa Photovoltaik, entfernen Sie diese. Ersetzen Sie nach und nach alte Fotos durch eigene Aufnahmen Ihres Teams.

Alte Bewertungen und neuer Anfang

Die Bewertungen bleiben am Profil. Das ist meist ein Vorteil, denn Kunden sehen einen etablierten Betrieb. Gehen Sie trotzdem offen damit um. Ein Beitrag und ein Satz in der Beschreibung, dass der Betrieb seit einem bestimmten Jahr unter neuer Leitung weitergeführt wird, schaffen Klarheit. Auf ältere kritische Bewertungen können Sie sachlich antworten und erwähnen, was sich seitdem verändert hat.

Anders liegt es, wenn sich mit der Übernahme grundlegend ändert, was der Betrieb ist, zum Beispiel wenn aus einer Tischlerei an derselben Adresse ein Malerbetrieb wird. Dann handelt es sich eher um einen neuen Betrieb, und die alten Bewertungen passen nicht mehr. In diesem Fall ist ein eigenes, neues Profil der ehrlichere Weg.

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Häufige Fragen

Kann ich das bisherige Profil löschen und neu anfangen?

Das ist selten sinnvoll. Mit dem alten Profil gehen Bewertungen und Verlauf verloren, und der Eintrag kann in Google Maps trotzdem weiterbestehen. Führen Sie den Betrieb im Kern fort, arbeiten Sie besser mit dem bestehenden Profil weiter.

Muss ich im Profil angeben, dass der Betrieb übernommen wurde?

Google schreibt das nicht vor. Ein kurzer Hinweis in Beschreibung oder Beitrag ist aber fair gegenüber Kunden und beugt Missverständnissen vor, etwa wenn jemand nach dem früheren Chef fragt.

Was ist, wenn der Vorgänger den Zugriff nicht abgeben will?

Dann ist das zunächst eine Frage Ihres Übernahmevertrags. Klären Sie das am besten schriftlich, notfalls mit rechtlicher Beratung. Parallel können Sie bei Google Zugriff beantragen und Ihre Nachweise vorlegen.

Fragen zu Ihrem Google-Profil?

Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns. Wir antworten persönlich und sagen Ihnen offen, was für Ihren Betrieb sinnvoll ist.